Mehr als 22 Jahre lang herrschten in Afghanistan Krieg und Bürgerkrieg. Bis heute leidet das Land unter den typischen Folgen wie schweren Zerstörungen, Verminung ganzer Landstriche, ethnisch motivierten Spannungen und organisierter Kriminalität. Die International Security Assistance Force (ISAF) - sie stand vom 10. Februar bis zum 11. August 2003 unter deutsch-niederländischer Führung - unterstützt auf Basis eines UN-Mandates die afghanische Regierung bei der Herstellung und Wahrung der inneren Sicherheit und der Menschenrechte. Die ISAF-Kräfte unterstützen die afghanische Regierung bei der Herstellung funktionierender Regierungs- und Verwaltungsstrukturen auf Basis demokratischer Prinzipien und unter Wahrung der afghanischen Traditionen und Kultur. Zusammen mit den afghanischen Sicherheitskräften (ANSF) geht es unter dem Stichwort „Partnering“ vor allem um Aufbau- und Stabilisierungsleistungen – in erster Linie zur Schaffung eines sicheren Umfeldes als Voraussetzung für den Wiederaufbau des Landes. Im RC-North in Mazar-e Sharif führt ein deutscher General als „Regional Commander“ die Aktivitäten der insgesamt sechs multinationalen Provincial Reconstruction Teams (PRT) und bestimmt die Umsetzung der „Partnering“-Strategie. In diesem Zusammenhang unterstützt auch deutsches Ausbildungspersonal die Afghan National Security Forces (ANSF) beim Aufbau von Polizei und Streitkräften. Fraglich ist jedoch wann und ob die Afghanischen Polizei und Sicherheitskräfte das Land selbständig vor Versuchen der Taliban die Regierung stürzen zu wollen, verteidigen können. |




