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Another Day Business as usual

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Another Day Business as usual

Von einem treuen Freund geschrieben. Danke Alex!
 
 
Der Ipod Touch meldet sanft, dass es 6,30 uhr ist und leitet den Weckruf weiter an die 5 Mahagonilautsprecher Marke Teufel, welche
Bill Withers beruhigende Stimme vom ,,Lovley Day" auf 190Watt versteckt wiedergeben.
Man erwacht. Der nexte Weckeruf des listigen Apfelspielers wird in 45 ertönen. Das sind 5 Minuten Klo, 25 Minuten Duschen, davon die ersten 3 auf exakt 14Grad runtergestuft, 10 minütige Rasur, 5 minütiges Einsalben
der Hände mit spezieller Creme aus dem Toten Meer, sowie das Gesicht mit einem Milchextrakt aus samoanischen Kokosnüssen.
Dem Frühstück werden 15 Beachtung geschenkt. Frühstück ist eine streng portionierte Cerialienmischung die extra verdaulich mit dem Biojoghurt aus Neuseeland runtergespült wird. Es ist nämlich Montag.
heute ist Montag also eindeutige neuseeländischer Biojoghurt.

Appel ruft wieder, es wird Zeit. Das Ankleiden nimmt nur 15 Minuten in Anspruch und darf wie gestern gewählt schlicht ausfallen. Baumwolle in Blau-Grau, die Hose ist gerade geschnitten und harmoniert
mit melodischen Duft Emporio
Es ist das Model Fo1, ein 7er in schwarz, das zu Phill Collins und Johny Cage ein sicheres Auftreten, angefangen von Garage bis zum Hauptparkhaus, garantiert.
Die Parklücke der 3 reihe, vor dem Haupteingang nur 10 meter entfert, beugt sich nur den ersten beiden davor, die junior Partnern und dem CEO persönlich vorbehalten ist.
Alles eine Frage der Zeit...

Man atmet so tief ein, wie es die würgende Seide der Krawatte nur zulässt und taucht für 8 Stunden ab.
Es beginnt mit der Erniedrigung der Praktikanten und Teilzeitgehilfen, geht weiter über in das Team Meeting mit dem
Senior New Business Development Manager im Bereich Strategy & Innovation, gipfelt im Coaching von 4 Nachwuchstalenten und
endet klanglos in der eigenen Erniedrigung beim Scheitern der Freischaltung einer Simkarte, da das System am anderen Ende der Line einen temporären Fehler meldet.

2mal 4h, inklusive Dinners in der kabbala angehauchten firmeneigenen Kantine, neigen sich dem Ende zu. Als smarter Geschäftsmann mag
man den Zeitplan hin und wieder vergessen...das Smartphone vergisst nichts. Die Apps der Woche erinnern an jeden Schritt
jede Kalorie, jede Adresse.
Der Anzug pricket scheußlich auf der Haut, die Krawatte aus feiner Seide drückt die Last einer ausgewachsenen Anaconda auf das Genick.
Die 32verschiedenen Bestandteile des Duftes Emporio, von denen 3 als Nebenprodukte in Klärwerken zu finden sind, versuchen
hartnäckig die Schleimhäute zu attackieren. Das BB, durch Daten Dysenterie verseucht, pusht eine sinnentleerte Email nach der anderen durch.
Die Apple App der Woche blinkt debil vor sich hin. Es zeigt nun 18 uhr an. Endlich

Alles aus...
alles.

Heimlich kramt man einen alten Datenstick Mp3 player raus und stöpselt ihn mühevoll mittels Adapter an die 3000 euro teuere Anlage, die
den rostigen alten Stecker nur wiederwillig akzeptiert.

Aus 5.1 brüllt Lemmy VON MOTÖRHEAD ITS TIME TO PLAY THE GAME!

Unter dem Einsatz den Führerschein, für mehr als nur einen Monat, zu verlieren, bricht man aus und fährt zu dem Ziel der Begierde...
Die Knöchel ragen weiß aus den Fingern, verkrallt in das Lenkrat, die augen sind groß, der Schweiß, in freudiger Erwartung, benetzt die stirn und verjagt
die 32verschiedenen bestandteile des Duftes Emporio, von denen 3 als Nebenprodukte in Klärwerken zu finden sind.

Genau 31km weiter ist man angekommen vor dem verheisungsvollen Ort. Es ist ein einsamer und hässlicher Ort.
Ohne Besonderheiten
Wo man hier parkt ist nicht von Belang, wie du gekleidet bist interessiert keinen.
Nüchtern nehmen 3 erleuchtete Buchstaben auf dem Dach der ehmaligen Lagerhalle
das Fahrzeug in Augenschein und reflektieren geringschätzig
das Wort: GYM

eine Zeitlang später.

Der Schweiß läuft in Strömen aus den klebenden Haaren und brennt sich in die wilden Augen. Wie ein Abfluss läuft es mit Speichel und Blut vermischt, weiter runter und bleibt
am Shirt kleben.
Die Armmuskulatur ist so angespannt, dass auch noch Stunden später das Zittern nicht vergeht.
Die Lunge schreit nach Luft, der ausgetrocknete Gaumen nach Wasser.
Der Körper agiert, als sei er doppelten Schwerkraft ausgesetzt.
Linkes und rechtes Schienbein sind mit grünen und blauen Tupfern geschmückt.
Doch man ist noch dabei. Gerade noch.
Der rechte Hacken der kleinen Stämmigen Ukraniers kracht verherrend auf die hohe stirn und brennt einen roten Fleck in die zarte Solariumbräune. In der Außenwelt gelernter Schlosser, bei Opel am Fließband tätig,
tätig, ist der Gegenüber in diesem Makroversum eine Juggernaut mit 15 Jähriger Kampferfahrung.
Nur instinktives Einlenken bewahrt einen nach dem Middelkick, den Zahnschutz nicht zu verschlucken.
In dieser anderen Welt sind es andere Werte, die des Kampfgeistes und der köperlichen Zähigkeit, die Respekt einbringen. Der Körper rebelliert und protestiert. Der Körper
sehnt sich nach Aloe Vera und Eiderdaune. Der Körper schehrt sich nicht um Anerkennung.
Dieses Ansehen ist es, das man sich schuldig, durch wiederholtes Scheitern und Aufstehen, durch Eingestehen der eigenen Fehler und der
Anerkennung der Stärken des Gegenübers. Die Toleranz, gegenüber Schmerz, dem Gegener und sich selbst, bilden die Basis für einmalige Lektionen.
Die Ringglocke donnert einen kristallklaren Klang durch die halle und der Ukrainer bricht die Attacke im Stand ab.
Er guckt einen mit melancholischen blauen Augen an, die all das kennen, was man an Schmerz nun spürt. Man gibt sich symbolisch
die Hand und ist wieder Kamerad und Trainingspartner.

Irgendwann danach

Nach der Dusche quetscht man das Wasser aus dem besudelten Handtuch und fühlt sich selbst viel anders:
Matt, ausgelaugt aber lebendig.
Zum Schluss obligatorischer Smalltalk und Verabredung sich am nächsten Samstag zu treffen, um das große Turnier in Japan über den klapprigen Beamer des Trainers zu gucken.
Der Rückweg verzögert sich, da man spontan noch 2 andere Trainingspartner Anton und Issam kurz nach Hause bringt, damit diese nicht 40 Minuten auf die Bahn warten müssen.

Danach der Weg Heim.

Es ist 22.50 Uhr als der Apple rektal mit der Andockstation verbunden wird. Der Wecker ist eingeschaltet, die App auf den Dienstag, DEN DIENSTAG eingestellt, alles wird seinen
gewohnten Lauf nehmen. Dass ein Softwarefehler den Wecksong von HERE COMES THE SUN von THE BEATLES auf FACE THE PAIN von Stemm gestellt hat, wird erst Morgen von Belang sein.
Für Heute zählt es nur noch Schlafen zu gehen, müde zerschlagen aber zufrieden lebendig...

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